WAS GIBT'S NEUES? (2011)

Datum Inhalt

16.12.11

Bürgermeister Geise und BVB-Aufsichtsratsvorsitzender Borchard legten in der gestrigen Ratssitzung eine Statistik vor, die belegen sollte, dass die BVB bereits in den letzten Jahren ihren Atomstrom-Anteil kontinuierlich reduziert haben. Anhand der prozentualen Anteile der verschiedenen Energiearten (Energiemix aus Atomstrom, aus fossilen und aus erneuerbaren Energieträgern) sollte nachgewiesen werden, dass die BVB bereits auf einem guten Weg weg vom Atomstrom sind.

Dumm nur, dass die dem Rat vorgelegten Zahlen für das Jahr 2010 nicht mit den Zahlen übereinstimmten, die die BVB auf ihrer eigenen Website als Stromkennzeichnung für 2010 veröffentlicht haben. Zur Erläuterung: Die sogenannte "Stromkennzeichnung" muss laut dem Energiewirtschaftsgesetz jährlich von den Stromversorgern veröffentlicht werden. Veröffentlicht werden – spätestens zum 1. November – jeweils die Zahlen vom vorangehenden Abrechnungsjahr.

Hier die Gegenüberstellung zur Stromkennzeichnung 2010, bezogen auf die BVB-Stromlieferung:

Quelle

Atomstrom

Fossile
& Sonstige

Erneuerbare

g/kWh
CO
2

g/kWh
radioaktiver Abfall

Geise-Papier

42,4 %

34,5 %

23,3 %

270

0,0011

BVB-Website

22,2 %

51,1 %

26,7 %

426

0,0006


Auch die Vergleichsangaben zum bundesweiten Energiemix 2010 weichen voneinander ab, wenn auch nicht so drastisch wie die BVB-Werte:

Quelle

Atomstrom

Fossile
& Sonstige

Erneuerbare

g/kWh
CO
2

g/kWh
radioaktiver Abfall

Geise-Papier

25,4 %

58,8 %

15,8 %

506

0,0007

BVB-Website

24,5 %

57,5 %

18,0 %

494

0,0007

Wir stellen aufgrund dieser schwerwiegenden Inkonsistenzen das gesamte vorgelegte Zahlenwerk vorerst in Frage. Leider konnte weder der Bürgermeister noch der BVB-Aufsichtsratsvorsitzende in der Sitzung etwas Erhellendes zur Aufklärung beitragen. Geise sagte dem Rat gleichwohl zu, die Widersprüche in der Statistik so schnell wie möglich aufzuklären.

Wir wollen nicht ausschließen, dass es sich bei dem Zahlenwerk um eine grob missverständliche, irreführende Darstellung handelt und werden weiter in der Sache berichten ...

12.12.11

In einer Pressemitteilung vom 24. November hatten sich die Blomberger Grünen über die mangelhafte Informationspolitik der Mehrheitsfraktion in Bezug auf wichtige BVB-Angelegenheiten beschwert (wir berichteten). Es ging zum einen um den Atomausstieg und zum anderen um die Übernahme von Stromkonzession und Stromnetz durch BVB in den Blomberger Ortsteilen zum Jahresanfang 2012.

Mit Datum von heute informierte die LZ nun über die Beschwerde der Grünen. Laut diesem Artikel kündigt Bgm. Geise nunmehr an, bei der nächsten Ratssitzung am Donnerstag, 15.11.12 über den aktuellen Sachstand in Sachen Netzübernahme durch BVB zu berichten.

Aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang, dass laut der vorliegenden Tagesordnung des Rates ein solcher Bericht gar nicht aufgeführt ist, und das, obwohl der Konzessionswechsel von E.ON nach BVB bereits zum 1. Januar wirksam wird.

Unter TOP 11 "Blomberger Versorgungsbetriebe GmbH hier: Besonders bedeutungsvolle Tagesordnungspunkte" findet sich lediglich ein Bericht des BVB-Aufsichtsratsvorsitzenden Borchard zum Thema Atomausstieg. Dies war ein weiterer Punkt, zu dem die Grünen bereits in der letzten Ratssitzung am 16. November Informationen angemahnt hatten.

24.11.11

Die Blomberger Versorgungsbetriebe (BVB) stehen kurzfristig vor zwei erheblichen Herausforderungen, die durch diesjährige Ratsbeschlüsse herbeigeführt wurden:

  1. Der Rat der Stadt hatte im April 2011 beschlossen, dass die BVB ab Anfang 2012 die Konzession für die Stromversorgung in der Ortsteilen von E.on für eine Dauer von 20 Jahren übernehmen. Inzwischen haben 6 BVB-Aufsichtsratssitzungen und 5 Ratssitzungen stattgefunden, ohne dass über den laufenden Sachstand auch nur ein einziges Mal im Rat berichtet wurde. Bis zum Netzübernahmetermin Anfang Januar sind es nur noch 5 Wochen; ca. 8.000 Menschen in der Ortsteilen sind von der Umstellung betroffen – im Rat herrscht darüber Funkstille.
  2. Ferner hat der Rat im Juli 2011 beschlossen, dass die BVB den Atomstromanteil reduzieren und eine Perspektive entwickeln sollen, künftig gänzlich auf Atomstrom zu verzichten. Seit diesem richtungsweisenden Beschluss haben 3 BVB-Aufsichtsratssitzungen und 2 Ratssitzungen stattgefunden. Auch hier wurde der Rat über den Fortschritt in dieser Sache seither mit keiner Silbe informiert. Selbst auf mündliche Nachfrage des grünen Fraktionsvorsitzenden Arnecke in der letzten Ratssitzung sah sich der Bürgermeister nicht in der Lage, zum aktuellen Sachstand etwas zu sagen. Arnecke wurde auf einen schriftlichen Bescheid vertröstet.

Da die Fraktion der Grünen (wie übrigens auch die Fraktion der "Freien Bürger"!) auf Grund ihrer geringen Größe keine Mitglieder in den BVB-Aufsichtsrat entsenden darf, ist sie in besonderem Maße auf Informationen nach § 113 Absatz 5 der NRW-Gemeindeordnung angewiesen. Nach diesem Paragrafen haben die Gemeindevertreter im BVB-Aufsichtsrat den Rat über alle Angelegenheiten von besonderer Bedeutung frühzeitig zu unterrichten. Dies geschieht im Blomberger Rat gewöhnlich unter dem TOP "Blomberger Versorgungsbetriebe – Besonders bedeutungsvolle Tagesordnungspunkte". Leider findet sich dieser Punkt viel zu selten auf der Tagesordnung des Blomberger Rates. Im laufenden Jahr 2011 fand er sich erst ein einziges Mal, und da ging es nur um eine vergleichsweise unwichtige personelle Umbesetzung im BVB-Beirat.

Fazit: Die Fraktion von B90/Grüne fühlt sich über besonders wichtige BVB-Themen völlig ungenügend informiert und fordert sowohl den Bürgermeister als auch den BVB-Aufsichtsratsvorsitzenden auf, diese restriktive Informationspraxis umgehend abzustellen.

22.10.11

Wer sich bisher noch unsicher war, ob das Dach seines Hauses oder Betriebes für Photovoltaik und/oder Solarthermie geeignet ist, kann sich jetzt auf einer eigens dafür eingerichteten Internetseite näher informieren. Dieses "Solarpotenzialkataster" wurde im Auftrag der Stadt Blomberg durch eine Ingenieursgesellschaft erstellt, die bereits für viele andere Städte in NRW in dieser Richtung tätig geworden ist.

Durch eine einfache Farbkennzeichnung (GRÜN=gut geeignet, GELB=geeignet und ROT=nicht geeignet) ist auf einen Blick erkennbar, welches Potenzial das betreffende Gebäude grundsätzlich bietet. Für geeignete Dachflächen wird die max. installierbare Leistung und der geschätzte Ertrag pro Jahr angegeben. Diese Werte dienen aber nur zur groben Orientierung. Bei Interesse des Eigentümers ist die Detailplanung durch einen Installateur zu erstellen. Erst danach lässt sich der voraussichtliche Ertrag genauer ermitteln.

Der Fokus des Beratungsangebotes liegt auf der Photovoltaik, also auf der solaren Stromerzeugung. Für Photovoltaik geeignete Dächer lassen sich aber auch mit Solarthermieanlagen für Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung bestücken. Auch ein Nebeneinander von Photovoltaik und Solarthermie ist auf dem Dach möglich.

05.10.11

Im Rahmen des Kartoffelfestes bietet auch der Eine-Welt-Laden "Amahoro" eine Sonderöffnungszeit an: Außer während der regulären Öffnungszeit am Freitag von 9.30 bis 17.00 Uhr hat der Weltladen zusätzlich am Sonntag, dem 09.10., von 14 bis 18 Uhr geöffnet (verkaufsoffener Sonntag).

Wenn Sie auf der Neuen Torstraße unterwegs sind, kommen Sie direkt am Laden in der Nr. 25 vorbei (an der Ecke Petersilienstraße). Erworben werden können fair gehandelte Produkte, z.B. Kaffee, Tee, Schokolade, Kunsthandwerk, Musikinstrumente und vieles mehr. Informieren Sie sich bei dieser Gelegenheit auch über das neue Tee-Sortiment der GEPA.

30.09.11

Sonntag, 02.10. und Montag, 03.10. bei sonnig-warmem Wetter: Demonstration und 24-stündige Mahnwache am AKW Grohnde in Emmerthal.

Mit einer Rede des BUND-Vorsitzenden Prof. Dr. Hubert Weiger beginnt am Sonntag, dem 2. Oktober, um 14.00 Uhr am Bahnhof Emmerthal eine 24-stündige Protestaktion gegen das Atomkraftwerk Grohnde. Nach einer Demonstration zum Kraftwerk findet dort eine Kundgebung statt, bei der u.a. Vladimir Slivyak von ecodefense Kaliningrad (Königsberg), Kerstin Rudek von der BI Lüchow-Dannenberg und der Bio-Bauer Ulf Allhoff-Cramer (Detmold-Altenkamp) reden.

Im Anschluss an die Demonstration findet eine 24-stündige Dauermahnwache auf der dafür gesperrten Hauptzufahrt zum Kraftwerk statt. Dazu haben die AKW-GegnerInnen auf einem Feld ein Camp und die erforderliche Logistik eingerichtet. Musik, Beiträge und Diskussionen rund um die Uhr und am Montag, 03. Oktober 11.00 Uhr noch eine symbolische Baumpflanzaktion.

Im Umkreis von 80 km rufen Gruppen und Organisationen zu der Demonstration auf, neben den örtlichen Gruppen wie die Anti-Atom-OWL und FORUM Klima-Energie-Zukunft (Detmold) u.a. die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD<, .ausgestrahlt , ROBIN WOOD und attac . 80 km war der Umkreis, den US-amerikanische Wissenschaftler als Evakuierungszone für Fukushima vorschlugen. Im 80-km-Umkreis von Grohnde leben 5,2 Mio Menschen.

Lokale Links:

22.09.11

Der Kreis Lippe veranstaltete im September zum 6. Male das Lippe-Energie-Forum in der Lipperlandhalle. Thema war diesmal die Elektro-Mobilität, auf neudeutsch: E-Mobility. Außer vielen Referaten zum Thema gab es im Foyer der Lipperlandhalle auch praktisches Anschauungsmaterial in Form von diversen Elektroautos, Fahrrädern mit E-Unterstützung (Pedelecs) und Rollern mit E-Antrieb. Des Weiteren wurden verschiedene Typen von Ladestationen präsentiert, an denen die Batterien der E-Fahrzeuge wieder aufgeladen werden. Auch Probefahrten waren möglich.

Das Thema Elektrofahrzeuge ist bekanntlich topaktuell, so auch derzeit wieder auf der IAA in Frankfurt mit einer eigenen Halle. Insgesamt also ein faszinierendes Thema mit Zukunft. Auch die Firma PhoenixContact unterhält darum bereits eine kleine Flotte von E-Fahrzeugen und liefert u.a. Zubehör für Ladestecker bis nach China. Phoenix war folglich mit einem eigenen Ausstellungstand und einem Elektro-Smart beim Lippe-Energie-Forum vertreten; Phoenix-Entwicklungsvorstand Roland Bent hielt ein viel beachtetes Referat zum Thema "Elektromobilität – Internationale Normen und Standards zur Gestaltung eines Zukunftsmarkts".

Als Zuhörer beim Forum waren zahlreiche Experten und interessierte Laien aus den Räten und Verwaltungen der lippischen Kommunen erschienen. Interessante Gespräche fanden auch am Rande zwischen den Vorträgen in den Pausen statt. Man sollte daher eigentlich meinen, dass sich auch die BVB als lokaler Stromversorger über die neuesten Trends in Sachen E-Mobility aus erster Hand informieren würden. Leider Fehlanzeige: Sowohl die BVB-Geschäftsführung als auch die Mitglieder des BVB-Aufsichtsrates glänzten beim Lippe-Energie-Forum durch Abwesenheit. Schade eigentlich – so wurde eine Chance vertan!

16.08.11

Nachdem die Erdgaspreise zum November 2009 ihren letzten Tiefpunkt erreicht hatten, war fast zwei Jahre Ruhe. Zur Jahresmitte 2011 gab es dann bei vielen Anbietern einen neuerlichen Preisschub. Die BVB haben sich dieser Bewegung jetzt angeschlossen und kündigen zum 1. Oktober für alle Erdgastarife eine Erhöhung des Arbeitspreises von 0,6 ct netto pro kWh an. Dies entspricht einer Erhöhung von 0,72 ct brutto pro kWh. Der Grundpreis bleibt unverändert.

Bei einem Gasverbrauch von 30.000 kWh pro Jahr (Sonderpreis II) waren bisher 1.666,20 € fällig. Ab dem 01.10.11 ergibt sich somit eine Erhöhung von 216 €, mithin ein Gesamtpreis von 1.882,20 €. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der BVB-Erdgaspreise seit 2007:

Inzwischen ist der Wettbewerb auf dem Gasmarkt in Bewegung gekommen; die Zahl der Mitbewerber wächst. Der Wechsel des Gasanbieters gestaltet sich ähnlich problemlos wie der Wechsel des Stromanbieters. Laut dem Vergleichsportal www.verivox.de sind bei 30.000 kWh jährlich bis zu 150 € Kostenersparnis gegenüber dem BVB-Preis drin (Abfragestand: 16.08.11).

Wechselt ein Kunde zu einem anderen Gasanbieter, so kassiert BVB von diesem eine Netzdurchleitungsgebühr; die Stadt Blomberg erhält auch vom neuen Anbieter – genau wie sonst auch von BVB – die sogenannte Konzessionsabgabe. Alle diese Kosten sind im Gaspreis bereits enthalten.

20.07.11

Nach den Mittwochs-Mahnwachen auf dem Blomberger Marktplatz anlässlich der Fukushima-Katastrophe hatte sich aus mehreren Teilnehmern ein überparteilicher "Arbeitskreis Atomausstieg" gebildet, der sich mit Unterstützung der ev.-ref. Kirchengemeinde regelmäßig im Gemeindezentrum zusammenfindet (wir berichteten am 15.04.)

Als erste Veranstaltung des Arbeitskreises fand zwei Wochen nach Ostern ein Informationsabend statt. Dr. Eisenberg, Kinderarzt, ehemaliger Leiter der Herforder Kinderklinik und Mitglied der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW, referierte zum Thema Strahlenbelastung durch die Tschernobyl-Spätfolgen und durch AKWs im Normalbetrieb (wir berichteten Anfang Mai).

Als nächste Aktion des Arbeitskreises findet am Samstag, dem 23. Juli 2011 von 16 bis 20 Uhr eine "Ökostrom-Wechselparty" statt. Veranstaltungsort ist die Flüggesche Scheune an der Grundschule am Weinberg. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich dort über das Thema Ökostrom in lockerem Rahmen bei Kuchen, Getränken und Musik ausführlich informieren. Für den musikalischen Rahmen sorgt das Duo Fritz Krisse (Detmold, Bass) und Oliver Poppe (Bremen, E-Piano).

In einem kurzen Einführungsvortrag werden die Kriterien für "echten" Ökostrom, die gängigen Gütesiegel und die vier großen Ökostrom-Anbieter steckbriefartig vorgestellt. Informationsmaterial steht in ausreichender Stückzahl zur Verfügung. Einzelne Anbieter werden mit eigenem Personal vertreten sein und können auf alle Fragen eingehen.

Mit Hilfe von PCs kann vor Ort für alle Wechsel-Interessenten genau errechnet und ausgedruckt werden, wie hoch die Monats- und Jahresrechnung bei den verschiedenen Ökostrom-Anbietern ausfallen würde. Für die Berechnung sollte die letzte Jahresverbrauchsrechnung des aktuellen Stromanbieters mitgebracht werden.

Der Arbeitskreis Atomausstieg plant nach den Sommerferien weitere Veranstaltungen. An dem Themenkreis interessierte MitarbeiterInnen sind im Arbeitskreis herzlich willkommen. Ansprechpartner ist Hermann Söhnel, Tel. 05235/97315, Email: hermann.soehnel@web.de.

11.07.11

Nachdem Anfang 2010 das Blomberger Stadtarchiv in der alten Synagoge durch eine geplatzte Wasserleitung "abgesoffen" war, mussten die Nässeschäden am Gebäude über ein Jahr lang aufwändig beseitigt werden. Nach Angaben der Stadt wurden dafür Versicherungsleistungen von insgesamt 116.00€ in Anspruch genommen. Mit Unterstützung des Westfälischen Archivamtes Münster wurde damals etwa ein Fünftel des Archivgutes (rund 8,5 Kubikmeter) in durchnässtem Zustand geborgen und in einem Kühlhaus in der Nähe von Münster tiefgefroren. Für die Wiederherstellung der Archivalien gab es zusätzlich von der Versicherung einen Zuschuss von 25.000 €. Im September dieses Jahres soll das Archiv dann wieder offiziell in Betrieb genommen werden.

Wie konnte es überhaupt zu diesem katastrophalen Schaden kommen? Am Wochenende des 30./31. Januar war bei tiefen Außentemperaturen die Heizanlage im Obergeschoss ausgefallen. Der daraus resultierende Frostschaden führte zum Platzen eines Heizungsrohres. Daraufhin waren insgesamt 90 cbm Wasser (!) von oben nach unten durch das gesamte Gebäude gerauscht. Da im Kellergeschoss kein Wasserabfluss vorhanden war, floss das Wasser erst durch eine im Keller befindliche Toilette ab, als es bereits eine Höhe von ca. 40-50 cm erreicht hatte. Da am Wochenende die Büros natürlich nicht besetzt waren und außerdem keine Alarmsysteme vorhanden waren, fiel der Schaden erst am darauf folgenden Montag, dem 1. Februar auf.

Durch Schaden wird man klug, sollte man meinen. Man hätte also davon ausgehen können, dass im Zuge der folgenden, sich über fast anderthalb Jahre erstreckenden Gebäudesanierung auch die nötige Alarmtechnik eingebaut wurde, um das hochempfindliche Archivgut in Zukunft wirksamer zu schützen. Doch leider weit gefehlt. Unsere Anfrage von Anfang Juni bei der BIG-Werkleitung ...

Aus Anlass der aktuellen Berichterstattung in der LZ stellt sich mir die Frage, ob im Zuge der Schadensbeseitung und Renovierung der alten Synagoge nach dem Wasserschaden auch die nötigen technischen Maßnahmen getroffen wurden, um ein derartiges Desaster wie Anfang 2010 in Zukunft schon im Ansatz zu vermeiden.

Ich denke da z.B. an Feuchtesensoren (bei Wassereinbruch) oder auch Hitzesensoren (bei Feuer) und ein daran gekoppeltes Benachrichtigungssystem, das auch am Wochenende (z.B. in der Feuerwache) Alarm schlägt, wenn niemand im Archiv arbeitet.

Mit freundlichen Grüßen
Gottfried Staubach
Ratsmitglied B90/Grüne
www.gruene-blomberg.de

... ergab, dass man mit einem erneuten Schaden zunächst nicht rechnet, "da sämtliche Anlagen und Einrichtungen durch die Sanierung erneuert wurden." Nach Auskunft der Werkleitung gibt es auch keine Auflagen der Versicherung.

Man weiß wirklich nicht, wem man hier die größere Blauäugigkeit attestieren soll: der Versicherung oder der BIG-Werkleitung.

Immerhin besteht noch Hoffnung: Die BIG arbeitet laut Werkleitung derzeit an einem Meldesystem (seit wann eigentlich?), das im Brandfall (und was ist mit einem "Wasserfall"?) einen entsprechenden Alarm auslöst. Die Planungen sind jedoch noch im Anfangsstadium und sollen auch andere städt. Gebäude umfassen wie z.B. die Stadtbibliothek. Hoffen wir, dass es bis zur Fertigstellung keine weiteren Katastrophen gibt ... und hoffen wir des Weiteren, dass bei der Sanierung des Stadtarchivs auch der Einbau eines Wasserabflusses im Kellergeschoss nicht vergessen wurde, damit bei der nächsten Überflutung das Wasser nicht wieder durch den Lokusdeckel abfließen muss ...

01.07.11

Durch die sonnenreichen, aber auch trockenen Monate April und Mai können zum Ende des ersten Halbjahres 2011 überdurchschnittlich hohe Photovoltaik-Erträge konstatiert werden. Die beiden PV-Pionieranlagen im Schulzentrum erzielten von Januar bis einschließlich Juni Erträge von jeweils deutlich mehr als 5.000 kWh. Damit ist in etwa Gleichstand mit dem ebenfalls sehr sonnenreichen Jahr 2003 erreicht.

Sollte die zweite Jahreshälfte 2011 ähnlich günstig verlaufen wie die erste, dann wäre ein Gesamtertrag von 10.000 kWh pro Anlage im Bereich des Möglichen. In 2003 lag dieser Wert bei 9.500 kWh pro Anlage.

Der durchschnittliche Jahresertrag liegt bei ca. 8.360 kWh pro PV-Anlage. Seit der Inbetriebnahme in 1998 (Dach Fachklassentrakt) und in 2000 (Dach Erweiterungsbau) haben beide Anlagen bis heute jeweils um die 100.000 kWh Strom ins BVB-Netz eingespeist.

Die Einspeisewerte beider PV-Anlagen werden an dieser Stelle alle paar Wochen aktualisiert.

10.06.11

Blomberger Hundebesitzer werden demnächst stärker zur Kasse gebeten. Grund: Das Halten von Hunden hat in den letzten Jahren stark zugenommen; viele Haushalte besitzen inzwischen sogar zwei oder mehr Hunde. Das macht sich besonders in innerstädtischen Bereichen durch einen erhöhten Verschmutzungsgrad von Straßenrändern und Bürgersteigen bemerkbar. Besucher der Innenstadt müssen gewaltig aufpassen, um nicht aus Versehen in eine der zahlreichen Tretminen – oder in deren breitgelatschte Überreste – zu treten. Ingesamt eine nicht sehr appetitliche Angelegenheit.

Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, beschloss der Hauptausschuss neulich, die Hundesteuer zu erhöhen, wenn in einem Haushalt zwei oder mehr Hunde gehalten werden. Demnächst sind daher für 2 Hunde 75€ pro Tier jährlich fällig, ab 3 Hunden sind es dann sogar 150€ jährlich pro Tier. Nur bei einem einzigen Hund pro Haushalt bleibt es bei dem alten Wert von 36,96€ pro Jahr.

Nur für die so genannten "Kampfhunde" gibt es eine steuerliche Entlastung, wenn der Hund aus dem Tierheim Detmold stammt und mit einem Wesenstest seine Ungefährlichkeit nachgewiesen hat. Statt der bisherigen 408€ pro Hund und Jahr (bzw. 808€ pro Tier bei zwei oder mehr Hunden) wird dann nur noch der Normaltarif fällig (siehe voriger Abschnitt).

Des Weiteren ist für diesen Sommer (endlich!) eine Hundebestandserfassung geplant. Da die letzte Erfassung schon 1999, also bereits vor 12 Jahren, stattgefunden hat, ist nach den bisherigen Erfahrungen davon auszugeben, dass es in der Zwischenzeit eine hohe Anzahl von nicht angemeldeten Vierbeinern gibt. Die NRW-Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) hatte daher schon 2007 in ihrem Prüfbericht empfohlen, dass die Stadt eine Hundezählung durchführen sollte. Daraufhin hatte die Verwaltung eine solche Zählung für 2008 angekündigt. Geschehen ist aber leider – nichts. Man hatte das wohl aus den Augen verloren oder wollte sich vor der Kommunalwahl 2009 nicht unbeliebt machen. Der Kämmerer hat jetzt im Hauptausschuss angekündigt, dass die Hundezählung im Sommer 2011 durchgezogen werden soll. Man darf gespannt sein, ob das auch so kommt, denn der Sommer hat ja bereits begonnen ...


Näheres im Ratsinformationssystem in der Niederschrift zum Hauptausschuss v. 24.05.11

25.05.11

Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat erneut gezeigt: Atomkraft ist unbeherrschbar und birgt ein tägliches, tödliches Risiko. Hunderttausende gehen deshalb in diesen Monaten bundesweit auf die Straße und fordern entschieden den Atomausstieg.

Die Bundesregierung aber will erst im Juni beschließen, welche Konsequenzen sie aus Tschernobyl und Fukushima zieht – offiziell auf Basis eines Sicherheitschecks aller AKW. Doch in Wahrheit wird der öffentliche Druck bestimmen, ob jetzt endlich Schluss mit der gesamten Atomindustrie ist, die acht derzeit abgeschalteten Alt-Reaktoren endgültig stillgelegt werden und die restlichen ihnen folgen.

Die Chance, den Ausstieg durchzusetzen, war noch nie so groß wie jetzt! Rechtzeitig vor der Entscheidung der Bundesregierung im Juni finden daher am Samstag, dem 28.05., bundesweite Großdemonstrationen in 21 Städten statt – erstmals alle am gleichen Tag! Mit zigtausenden Menschen soll so ein kraftvolles Signal an die Regierung gesendet werden. Nach Fukushima gibt es nur noch eine Richtung und die heißt: Alle AKW so schnell wie möglich abschalten! Die Zukunft liegt bei den Erneuerbaren Energien, gemeinsam mit Energieeffizienz und Energiesparen.

Von Blomberg aus ist der nächstgelegene Demo-Ort in Hannover. Offizieller Beginn in Hannover ist um 12 Uhr auf dem Opernplatz. Von dort aus führt die Demo-Route durch die Innenstadt abschließend wieder zurück zum Opernplatz. Nähere Informationen zum Veranstaltungsablauf finden sich hier: http://anti-atom-demo.de/start/aktionsorte/hannover/

Folgende Möglichkeiten bieten sich in Bezug auf die Anreise:

  • Per Bahn ab Schieder oder Bad Pyrmont. Für bis zu 5 Personen kann ab Pyrmont das "Niedersachsen-Ticket" für 29 € gelöst werden. Damit ergeben sich bei 5 Mitfahrern Fahrtkosten von lediglich 5,80 € pro Person.
    • Anreise ab Schieder: 9.51 Uhr
    • Anreise ab Pyrmont: 10.02 Uhr
    • Ankunft Hannover Hbf: 11.03 Uhr
    • Rückreise ab Hannover Hbf jeweils ab 14.55, 16.55, 17.55 Uhr
  • Per Bus ab Detmold. Karten gibt es für 10 € in Grünen-Büro Detmold, Meierstr. 17, Buchungen unter 05231/390766. Abfahrt Samstagmorgen 9 Uhr, Kronenplatz. Dort sind auch ausreichende Parkmöglichkeiten für Privat-Pkw vorhanden.

Für die Anreise bis zum Abfahrtsort von Bus oder Bahn empfehlen wir die Bildung von Fahrgemeinschaften.

21.05.11

Seit dem 1. Januar 2011 bieten die BVB "Öko"-Strom an. Das klingt zunächst mal nach einer positiven Nachricht, denn in den letzten Jahren gab es von BVB nur einen "normalen" Strommix, der nach eigener Angabe zu 33% aus Atomstrom, zu 38% aus fossilen Energien sowie zu 29% aus erneuerbaren Energien stammt (alle Werte gerundet, Stand: 2009).

Schaut man sich nun die Angaben zum "Öko"-Strom auf der BVB-Website an, so wird dort unter dem Strom-Kapitel ein Label des TÜV-Süd aufgeführt, ergänzt durch folgenden Text:

    Der Strom wird in zertifizierten Wasserkraftwerken erzeugt. Die Zertifizierung erfolgt gemäß CMS Standard Erzeugung EE+. Dies wird vom TÜV-Süd kontrolliert und bestätigt.

Das klingt zunächst mal nicht schlecht. Bei genauem Hinsehen stellt sich allerdings heraus, dass es sich dabei lediglich um eine TÜV-Bescheinigung für den Hersteller des "Öko"-Stroms (also für den Kraftwerksbetreiber) handelt. Nicht das Strom-Produkt wird also durch den CMS Standard EE+ zertifiziert, sondern das Kraftwerk.

Dies ist aber nicht zielführend, da daraus nicht hervorgeht, dass die BVB als Weiterverkäufer diesen "Öko"-Strom auch wirklich beim Kraftwerksbetreiber xyz beziehen. Dieser ist im Übrigen auf der BVB-Website auch gar nicht erwähnt. Ferner findet der Kunde nichts über die an BVB gelieferten "Öko"-Strommengen und über den Bezugszeitraum.

Unser Fazit: Zur Entscheidungsfindung für Kunden taugt die auf der BVB-Website aufgeführte CMS Standard EE+ Kennzeichnung des TÜV-Süd nicht. Sie ist unserer Meinung nach im Gegenteil eher dazu geeignet, potenzielle Kunden in die Irre zu führen und erfüllt möglicherweise sogar den Tatbestand der unlauteren Werbung.

Wir haben die BVB daher mit Schreiben vom 30.04.11 aufgefordert, im Sinne der Wahrheit und Klarheit für die Kunden die erforderlichen Nachweise zu erbringen und öffentlich zu machen.

Des Weiteren behalten wir uns vor, alle von BVB in Zukunft genannten Zertifikate im Hinblick auf weitere Qualitätsmerkmale unter die Lupe zu nehmen, als da z.B. sind: zeitgleiche Einspeisung, Wirksamkeit im Hinblick auf den Neubau von regenerativen Stromerzeugungsanlagen.

Bis unsere Einwände ausgeräumt sind, werden wir uns bis auf Weiteres erlauben, den BVB-"Öko"-Strom in Anführungsstriche zu setzen und stattdessen Produkte von Fremdanbietern zu empfehlen, die die o.g. Nachweise zweifelsfrei erbringen können, als da sind: Greenpeace Energy, Lichtblick, EWS Schönau und Naturstrom. Die Infobroschüren dieser Anbieter sind nebst Antragsformularen bei uns im Grünen Büro, Neue Torstr. 25, erhältlich.

Weitere Infos finden Sie unter dem Link: www.atomausstieg-selber-machen.de.

17.05.11

Das AKW Grohnde ist nur 25 km Luftlinie von Blomberg entfernt. Auch die Blomberger (und die Lipper insgesamt) müssten also ein vitales Interesse daran haben, was so alles im AKW passiert. Durch Zufall stießen wir jetzt im Nachhinein auf einen Bericht aus dem "Pyrmonter Rundblick" von letzter Woche, der über ein möglicherweise sicherheitsrelevantes Vorkommnis in Grohnde berichtete. Wir führen diesen Artikel vom 10.05.11 hier ausnahmsweise in voller Länge auf:

Grohnde (nl/geö). Das Atomkraftwerk in Grohnde ist seit dem 2. Mai vom Netz und muss sich einer Revision unterziehen. Das ist erst einmal ein ganz normaler, planmäßiger Prozess, reine Routine. Allerdings ließ in den vergangenen Tagen eine Meldung des niedersächsischen Umweltamtes die AKW-Gegner aufschrecken. Es stellt sich die Frage: „Hat es eine Panne im AKW Grohnde gegeben, bei die Radioaktivität im Kühlwasser angestiegen ist?“

Nach Angaben von E.ON gehört das Atomkraftwerk Grohnde mit einer im Jahr 2010 erzeugten Strommenge von 11,42 Milliarden Kilowattstunden zu den „Top Ten der produktivsten Atomkraftwerke weltweit“. Der Energiekonzern als Betreiber kündigte Anfang Mai die Abschaltung des Meilers „zum Brennelementwechsel und zur jährlichen Revision“ an.

1650 Fachkräfte bei der Revision

Sie teilten mit: „Während der Revision werden 44 der insgesamt 193 Brennelemente durch neue Uran-Brennelemente ersetzt. Das Revisionsprogramm umfasst circa 1000 zum Teil sehr umfangreiche Prüfungen und zahlreiche Inspektions- und Instandhaltungsarbeiten.“ Laut E.ON kommen bei der Revision bis zu 1650 externe Fachkräfte aus über 100 Fachfirmen zum Einsatz. Die Kosten für die Revisionsarbeiten belaufen sich auf rund 43 Millionen Euro.

Doch fast zur gleichen Zeit erklärte das Niedersächsische Umweltministerium, das mit seinem Minister Hans-Heinrich Sander als nicht gerade atomkraftkritisch bekannt ist, dass zu den Arbeiten in Grohnde auch die „Inspektion von Kernbauteilen zählt, da die Aktivitätswerte des Kühlmittels einen Brennstabschaden in einem Brennelement anzeigen“. Das würde bedeuten: Im AKW Grohnde ist mindestens ein Brennelement kaputt und die Radioaktivität im Kühlwasser ist deshalb angestiegen.

Diese Aussage rief die Atomkraftgegner auf den Plan: Das Niedersächsische Jugendumweltnetzwerk fordert vom Umweltministerium „Aufklärung, wie hoch das Kühlmittel kontaminiert ist“ und „durch welche radioaktiven Substanzen“. Netzwerk-Sprecher Tobias Darge sagte, es müsse geklärt werden, wann und warum der Brennstabschaden entstanden sei und ob auch andere der 193 Brennelemente undicht seien.

Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel forderte das Niedersächsische Umweltministerium auf, umgehend über Brennelementeschäden im AKW Grohnde aufzuklären. Offenbar sei bereits im März eine erhöhte Radioaktivität im Primärkreislauf des Atomkraftwerkes gemessen worden, sagte der Grünen-Politiker.

Wenzel warf dem Umweltministerium in diesen Zusammenhang eine „haarsträubende Informationspolitik“ vor. Minister Sander habe lediglich „in einer bis zur Unkenntlichkeit verklausulierten Meldung über die turnusmäßige Revision des AKW auf veränderte Messergebnisse hingewiesen.“

Ein ähnlicher Schaden an einem Brennelement habe erst vor wenigen Tagen im AKW Tsuruga (Japan) zu einer Kraftwerksabschaltung geführt, um Schäden oder Freisetzungen von Radioaktivität zu vermeiden, sagte Wenzel.

Grüne kritisieren fehlende Informationen

Der Grünen-Politiker hat sich schriftlich an den Staatssekretär des Umweltministeriums gewandt und eine sofortige Unterrichtung gefordert. „Wir wollen wissen, wann genau die erhöhten Radioaktivitätswerte erstmals auftraten, an welchem Ort im Kraftwerk gemessen wurde, wie die aktuellen Messwerte aussehen, wie hoch die Normalwerte und wie hoch die Grenzwerte sind. Außerdem erwarten wir schriftliche Informationen zur Ursache, zur Klassifikation nach INES und zu geplanten Maßnahmen.“

Wenzel wies darauf hin, dass es seit März zwei Unterrichtungen zur Reaktorsicherheit im Umweltausschuss gegeben habe. „Auf keiner dieser Sitzungen hat es das Ministerium für nötig gehalten, den Fachausschuss zu informieren! Jetzt muss geklärt werden, welche Informationen der zuständige Abteilungsleiter und der Staatssekretär zu diesen Zeitpunkten hatten und warum die Öffentlichkeit nicht früher informiert wurde. Möglicherweise wurde eine bewusste Desinformation betrieben.“ Die heimische Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) zeigte sich entsetzt über die Informationspolitik: „Wer in dieser Zeit auch nur den Anschein von Vertuschung der Störung erweckt, dem kann man gar nicht mehr glauben!“

Auf Anfrage dieser Zeitung erklärt Dr. Petra Uhlmann, Pressesprecherin von E.ON-Kernkraft, dass Messungen im März im Atomkraftwerk Grohnde einen „hohen Schaden für einen der Brennstäbe“ ergeben hätten. Obwohl keine Meldepflicht vorliege, sei dies dennoch dem Umweltministerium in Hannover mitgeteilt worden. Angesichts der hohen Zahl von Brennstäben – insgesamt befänden sich 45 000 Brennstäbe im Reaktorkern – sei dem Vorfall nach Aussage der Unternehmenssprecherin „keine sicherheitstechnische Bedeutung“ zuzumessen. „So etwas ist ziemlich häufig und nichts Spektakuläres“, erklärt Dr. Petra Uhlmann. Im Zuge der Revision werde der defekte Brennstab ausgetauscht. Es gebe keine Abgabe von Radioaktivität an die Umwelt.

Ob es wohl einen Grund gibt, warum uns unsere lippische Lokalpresse solche Informationen verschweigt?

08.05.11

Einen vollen Erfolg konnte der neu gegründete "Arbeitskreis Atomausstieg" bei seinem ersten Informationsabend verbuchen. Der Einladung waren ca. 40 Teilnehmer ins ev.-ref. Gemeindehaus gefolgt, unter ihnen auch Ärzte, die in Blomberg wohnen und/oder praktizieren.

Dr. Winfrid Eisenberg, Kinderarzt aus Herford und langjähriges Mitglied der IPPNW (IPPNW - Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.), berichtete in seinem zweiteiligen Referat über "Gesundheitliche Spätfolgen der Tschernobyl-Katastrophe" und über "Gefahren durch Atomkraftwerke im Normalbetrieb".


Texte zum Nachlesen:

01.05.11

Welche Gefahren bergen Atomanlagen bereits im Normalbetrieb? Diese und weitere Fragen, die in der jetzigen Atomdebatte untergehen, werden am Mittwoch, dem 4. Mai beantwortet. Die Veranstaltung findet um 19.30 Uhr im Gemeindehaus der ev.-ref. Kirchengemeinde in Blomberg, im Seligen Winkel 12 statt.

Veranstalter des Informationsabends ist der neu gegründete, überparteiliche Blomberger "Arbeitskreis Atomausstieg", der sich aus Teilnehmern der Blomberger Mahnwachen anlässlich der Katastrophe in Japan gebildet hat.

Am ersten Informationsabend ist der Kinderarzt Dr. med. Winfried Eisenberg zu Gast. Er ist Mitglied im IPPNW-Arbeitskreis Atomenergie (IPPNW - Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.). Er wird unter anderem über die Verschiebung der Relation von Jungen- zu Mädchengeburten in der Nähe von Atomkraftwerken und die erhöhte Anzahl an Krebserkrankungen informieren. Ein weiterer Schwerpunkt seines Vortrags sind die langfristigen Folgen von Tschernobyl.

Der Blomberger Arbeitskreis plant weitere Veranstaltungen, u.a. mit den Themen Stromanbieterwechsel, Energiesparmaßnahmen und Katastrophenschutz bei einem Atomunfall (Grohnde!).

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind bei der aktiven Mitgestaltung des Arbeitskreises herzlich eingeladen. Das nächste Treffen findet am 18. Mai, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus statt.

26.04.11

Anlässlich des 25. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl waren Tausende von Teilnehmern dem Aufruf zur Anti-AKW-Demo in Grohnde gefolgt. Aus dem weiten Umkreis waren die Demonstranten aus Niedersachsen und OWL nach Emmerthal angereist. Sogar aus Gorleben war eine Delegation vor Ort präsent. Vom Bahnhof Emmerthal wälzte sich ab Mittag ein ununterbrochener Menschenstrom über die Hauptstraße des Ortes in südöstlicher Richtung zum AKW. Verstärkt wurde die Truppe durch mehr als 80 Trecker mit ihren Besatzungen aus allen Teilen des Landes.

Auch aus Blomberg waren zahlreiche Teilnehmer mit verschiedenen Verkehrsmitteln angereist. Die meisten waren direkt mit der Bahn aus Schieder oder Bad Pyrmont nach Emmerthal gekommen und trafen sich dann erst während der Demonstration.

Hier einige Impressionen vom Verlauf der Kundgebung.

23.04.11

Der in Blomberg neu gegründete, überparteiliche "Arbeitskreis Atom-Ausstieg" ruft für Ostermontag (25.04.) zur Teilnahme an der Anti-AKW-Demonstration am AKW Grohnde auf. Ursprünglicher Anlass der schon lange geplanten bundesweiten Proteste war der 25. Tschernobyl-Jahrestag. Allerdings haben die Ereignisse in Fukushima diesem Tag nun eine unerwartete Aktualität verliehen. Mit entsprechend großer Beteiligung kann daher gerechnet werden.

Die Kundgebung beginnt um 12.30 Uhr mit einem Musik-Vorprogramm. Start der Redebeiträge ist um 13 Uhr. Für 14 Uhr ist geplant, das Kraftwerk mit einer Menschenkette zu umzingeln. Ab 15.30 Uhr geht es dann mit "Konzert und Kultur" weiter. Das voraussichtliche Ende der Veranstaltung ist für 16.30 Uhr vorgesehen.

Teilnehmer aus dem Bereich LIP/HX reisen am besten mit der Bahn nach Emmerthal an und gehen dann vom Bahnhof aus zu Fuß zum AKW, indem sie der Hauptstraße in südöstlicher Richtung folgen (s. Skizze). 

Die Züge verkehren in Richtung Emmerthal zweistündlich ca. 10 Minuten vor der vollen Stunde; ab Schieder z.B. um 11.51 Uhr, Ankunft in Emmerthal um 12.10 Uhr.

20.04.11

Der Eine-Welt-Laden "Amahoro" hat normalerweise immer nur freitags geöffnet. Aufgrund des Feiertages (Karfreitag!) wird jedoch am Gründonnerstag eine Sonderöffnungszeit angeboten. Der Laden ist daher ausnahmsweise von 9.30 bis 13 Uhr geöffnet – weitgehend parallel zum ebenfalls um einen Tag vorverlegten Wochenmarkt.

Wenn Sie auf der Neuen Torstraße unterwegs sind, kommen Sie direkt am Laden in der Nr. 25 vorbei (an der Ecke Petersilienstraße). Dort können Sie sich dann in aller Ruhe das Weltladen-Sortiment anschauen. Erworben werden können fair gehandelte Produkte, z.B. Kaffee, Tee, Schokolade, Kunsthandwerk, Musikinstrumente und vieles mehr. Auch für kleine Ostergeschenke bietet sich das Sortiment an.

Während der Sonderöffnungszeit halten die Blomberger Grünen Informationsmaterial zum Atomausstieg parat. Kostenlose Infobroschüren der 4 größten deutschen Ökostromanbieter liegen parat. Per Computer lässt sich anhand des bisherigen Jahresstromverbrauchs ein Kostenvergleich erstellen und ausdrucken. Diese Aktion wurde bereits vor einigen Wochen auf dem Marktplatz durchgeführt (wir berichteten).

15.04.11

Nach dem Ende der letzten offiziellen Mahnwache in Blomberg hat sich in Blomberg ein Arbeitskreis formiert, der als Hauptziel den Atomausstieg fördern möchte. In den Räumlichkeiten der ev.-ref. Kirchengemeinde überlegten mehrere Mahnwachen-Teilnehmer am Mittwochabend gemeinsam, wie es nach den Osterfeiertagen weitergehen könnte.

Dieser "Arbeitskreis Atom-Ausstieg" ruft als erstes zur Teilnahme an der Anti-AKW-Demonstration am Ostermontag (25.04.) in Grohnde auf. Ursprünglicher Anlass war der 25. Tschernobyl-Jahrestag, der jetzt durch die Ereignisse in Japan eine drastisch verschärfte Aktualität bekam. Während der Demo soll versucht werden, das Kraftwerk mit einer Menschenkette zu umzingeln. Informationsplakate zur Demo hängen überall in den Geschäften der Innenstadt und auf den Info-Tafeln einiger Ortsteile aus. Wir werden nähere Informationen zum Ablauf in den nächsten Tagen hier auf den "Grünen Seiten" veröffentlichen.

Als erste Veranstaltung des Arbeitskreises soll möglichst noch in der Woche nach Ostern ein Mitglied der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW zum Thema Strahlenbelastung informieren. Nähere Informationen folgen an dieser Stelle und in der Lokalpresse.

Das nächste Treffen des "Arbeitskreises Atom-Ausstieg" ist für Mittwoch, den 18.05. um 19.30 Uhr im ev.-ref. Gemeindehaus geplant. Dort wird man das weitere Vorgehen besprechen, z.B. welche Vorträge als nächstes angeboten werden sollen. Als Vorschläge wurden bereits genannt:

  • Notfallpläne für einen Atomstörfall (z.B. in Grohnde)
  • Energiesparmöglichkeiten
  • Zertifizierte Ökostromanbieter, wie funktioniert der Wechsel etc.

13.04.11

Das für heute (Mittwoch) Abend angekündigte Gespräch mit Fr. Dr. Beuerle zu den Langzeitfolgen von Tschernobyl (wir berichteten) wurde leider abgesagt.

Stattdessen soll an gleicher Stelle heute um 19.30 Uhr im ev.-ref. Gemeindehaus gemeinsam überlegt werden, ob und in welcher Form Folgeveranstaltungen für die Mittwochs-Mahnwachen stattfinden können. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

12.04.11

Frau Dr. Renate Beuerle, Blomberger Fachärztin für Gynäkologie, informiert im Rahmen eines öffentlichen Gesprächs zum Thema "Langzeitwirkungen von Atombestrahlungen – Erkenntnisse 25 Jahre nach Tschernobyl".

Das Gespräch findet statt

  • am Mittwoch, 13.04.11
  • um 19.30 Uhr
  • im Gemeindehaus der ev.-ref. Gemeinde, Seliger Winkel

Zum Einlesen in die Problematik empfehlen wir eine Pressemitteilung der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Strahlenschutz hatte die IPPNW seinerzeit eine Studie zu den Langzeitfolgen des Reaktorunfalls von Tschernobyl erstellt. Die Studie wurde kürzlich aktualisiert und berücksichtigt damit die neuesten Daten (Vollversion der Studie zum Download).

Hinweis: Die Mahnwache auf dem Marktplatz findet weiterhin am Mittwoch um 18.45 Uhr statt, gefolgt von der Passionsandacht in der Klosterkirche um 19 Uhr.

07.04.11

Am Freitag, dem 08.04., findet wieder die alljährliche Aktion "Blomberg bei Nacht" des Marketing-Vereins statt. Nähere Informationen bei Blomberg Marketing.

Im Rahmen dieser Aktion bietet auch der Eine-Welt-Laden "Amahoro" eine Sonderöffnungszeit an: Außer der regulären Öffnungszeit freitags von 9.30 bis 17.00 Uhr hat der Weltladen zusätzlich von 20 bis 22 Uhr geöffnet.

Wenn Sie auf der Neuen Torstraße unterwegs sind, kommen Sie direkt am Laden in der Nr. 25 vorbei (an der Ecke Petersilienstraße). Bei einer Tasse Tee können Sie sich dann in aller Ruhe das Weltladen-Sortiment anschauen. Erworben werden können fair gehandelte Produkte, z.B. Kaffee, Tee, Schokolade, Kunsthandwerk, Musikinstrumente und vieles mehr.

Während der Sonderöffnungszeit von 20 bis 22 Uhr halten die Blomberger Grünen Informationsmaterial zum Atomausstieg parat. Kostenlose Infobroschüren der 4 größten deutschen Ökostromanbieter liegen parat. Per Laptop lässt sich anhand des bisherigen Jahresstromverbrauchs ein Kostenvergleich erstellen und ausdrucken. Diese Aktion wurde bereits vor zwei Wochen auf dem Marktplatz durchgeführt (wir berichteten).

02.04.11

In den letzten Tagen wurden in der hiesigen Lokalpresse einige Artikel veröffentlicht, die anlässlich der Lage in Japan die aktuelle Strahlenbelastung bei uns thematisierten. Wir haben nachgeforscht, wo man Infos über die Strahlenbelastung im Internet abrufen kann.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) unterhält in ganz Deutschland 1.800 Messstationen zur Erfassung der aktuellen Strahlenbelastung. Im Kreis Lippe gibt es die folgenden 6 Stationen: Bad Salzuflen, Detmold, Lemgo, Barntrup-Alverdissen, Kalletal-Stemmen und Lügde-Paenbruch (an der B 239 zwischen Rischenau und Niese).

Die Messwerte werden vom BfS unter http://odlinfo.bfs.de/ ins Netz gestellt. Durch Klick auf einen der Messpunkte in der Übersichtskarte werden die aktuellen lokalen Werte in Form von Zahlen und Diagrammen aufgerufen. Die Anzeige der Werte erfolgt in Mikro-Sievert pro Stunde (µSv/h) und wird alle 6 Stunden aktualisiert, also viermal täglich. Weitere Erläuterungen vermittelt der Lagebericht des BfS.

Die Maßeinheit "Sievert" kennzeichnet die Strahlenbelastung von biologischen Organismen und wird i.d.R. in Milli-Sievert (tausendstel Sievert, mSv) oder Mikro-Sievert (millionenstel Sievert, µSv) pro Zeiteinheit angegeben. Lauf BfS beträgt die natürliche Strahlenexposition in Deutschland je nach örtlicher Gegebenheit zwischen 2 und 5 mSv/a (Millisievert pro Jahr) und kann in einzelnen Gebieten bis zu 10 mSv/a betragen.

Zum Vergleich: An einem Leck im Reaktorgebäude 2 in Fukushima wurden aktuell mehr als 1.000 mSv pro Stunde gemessen, das entspricht einer Jahresdosis von fast 9 Millionen Millisievert! Man kann sich vorstellen, welcher Strahlenbelastung die Arbeiter dort vor Ort ausgesetzt sind.

26.03.11

Der Infostand der Grünen zum Atomausstieg auf dem Marktplatz stieß auf lebhafte Resonanz. Etliche Bürgerinnen und Bürger informierten sich über die Umstiegsmöglichkeiten auf Ökostrom, nahmen das vorbereitete Informationsmaterial mit und ließen sich am Laptop einen Kostenvergleich erstellen und ausdrucken. Dabei stellte so manche(r) verblüfft fest, dass der Ökostrom überregionaler Anbieter teils sogar billiger ist als der des lokalen Anbieters BVB.

Die Grünen haben eine tabellarische Übersicht erstellt, die 5 verschiedene Ökostromanbieter nach verschiedenen Kriterien miteinander vergleicht. Darin wird u.a. deutlich, dass der von BVB angebotene "Öko"strom zwar angeblich aus 100% Wasserkraft stammt. Dies wird aber leider nicht durch das Zertifikat einer unabhängigen Prüfinstitution belegt, wie es bei den anderen Anbietern Standard ist. Wir raten daher ausdrücklich davon ab, von BVB "Öko"strom zu beziehen, solange kein Zertifikat vorgelegt wird.

Wenn Sie uns in dieser Sache kontaktieren wollen: Infobroschüren der 4 großen, überregionalen Ökostromanbieter liegen uns in ausreichender Stückzahl vor und können bei Bedarf bei uns abgerufen werden. Auf Wunsch können wir Ihnen auch eine Vergleichsrechnung auf Basis Ihres individuellen Jahresstromverbrauchs erstellen. Wir verfügen – teils seit über 10 Jahren – über persönliche Erfahrungen mit den Ökostromanbietern Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom.

Wir sind in allen Fragen zum Thema Energie per Email unter staubach@gruene-blomberg.de zu erreichen.

23.03.11

„Atomausstieg selber machen – jetzt den Stromanbieter wechseln“: Unter diesem Motto steht der Infostand der Blomberger Grünen, der am kommenden Freitag am Marktplatz vor der LBS aufgebaut ist. In der Zeit von 10 bis 14 Uhr werden sachkundige Mitarbeiter der Grünen darüber informieren, wie einfach der Wechsel zu einem Ökostromanbieter ist.

Mit Hilfe eines Laptops kann für alle Interessenten direkt am Stand auf Euro und Cent genau errechnet werden, wie hoch die Jahresrechnung beim neuen Anbieter wäre. Für die Berechnung sollte der letzte Jahresstromverbrauch (in Kilowattstunden) bekannt sein.

Ferner werden nähere Informationen über die Tarife der vier größten Ökostromanbieter bereitgehalten. Ergänzend dazu wird auch der neue BVB-Ökostromtarif mit einbezogen.

Hinweis: Bei Regenwetter wird die Aktion ins Grünen-Büro verlegt (Neue Torstr. 25, neben Blomberg Marketing).


Weitere Infos finden Sie unter dem Link: www.atomausstieg-selber-machen.de

21.03.11

Die Situation im Nordosten Japans ist nach wie vor kritisch. Allmählich wird auch das Ausmaß der radioaktiven Verseuchung immer deutlicher. In der weiteren Umgebung des AKW Fukushima werden im Grundwasser und im Gemüse bereits erhöhte Strahlungswerte gemessen – und das trotz aktuell vorherrschendem Westwind, der die radioaktiven Partikel aufs Meer hinaus bläst. Man kann sich vorstellen, welche Werte erst erreicht werden, sobald sich der Wind dreht und dann landeinwärts weht.

Täglich erreichen uns weiterhin Bilder aus Japan – Bilder der Zerstörung, des menschlichen Leids in den Notunterkünften, der verzweifelten Bemühungen, die nukleare Katastrophe für Japan und die Anrainerstaaten in Fernost abzuwenden.

Deshalb wird es am kommenden Mittwoch erneut um 18.45 Uhr auf dem Blomberger Marktplatz eine Mahnwache im Gedenken an die Opfer in Japan und die drohende Zerstörung weiter Lebensräume geben.

16.03.11

Anlässlich der katastrophalen Ereignisse in Japan hatte die ev.-ref. Kirchengemeinde zu einer Mahnwache auf dem Blomberger Marktplatz mit anschließender Passionsandacht in der Klosterkirche eingeladen.

Um 18.45 Uhr hatten sich ca. 30-50 Teilnehmer vor dem Rathaus eingefunden, darunter etliche bekannte Gesichter von Lokalpolitikern, aber auch viele Bürgerinnen und Bürger. Pastorin Rosenhäger verlas einen Text von Alfred Buß, Präses der Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW), zur Katastrophe in Ostasien:

  • Unser Mitgefühl und unsere Gebete gelten den Opfern der Katastrophe in Ostasien, deren Ausmaß jetzt noch nicht abzusehen ist. Diese Katastrophe führt uns die Wahrheit vor Augen, dass wir auf dieser Erde nicht sicher wohnen.
  • Was wir jetzt schon sehen, ruft Entsetzen, Trauer und Solidarität hervor. Als Christen haben wir eine Hoffnung, die über unsere Welt, über unser Denken und Begreifen hinausweist. Wir vertrauen auf die Zusage Jesu Christi: „Ich lebe und ihr sollt auch leben.“
  • Im Vertrauen auf diese Zusage tragen wir Verantwortung für diese Erde. Kernenergie ist ein Zeichen menschlicher Verantwortungslosigkeit. Wir können keine Verantwortung für etwas übernehmen, was kein Mensch beherrscht.
  • Nun werden wir fast 25 Jahre nach Tschernobyl auf schreckliche Weise daran erinnert, dass die Risiken der Kernenergienutzung nicht beherrschbar sind. Das Unglück von Fukushima führt uns die katastrophale Überheblichkeit vor Augen, die menschliche Selbstüberschätzung, die davon ausging, das tödliche Risiko könne kontrolliert werden.

Als gegen 18.55 Uhr die Glocken zu läuten begannen, zog der Tross der Teilnehmer dann gemeinsam zur Klosterkirche, um dort im Rahmen einer Passionsandacht der Ereignisse zu gedenken.

28.02.11

Wie heute durch die Presse bekannt wurde, hat das Verwaltungsgericht Minden per Eilbeschluss der Klage eines Elternteiles gegen die Schließung der Grundschule Istrup stattgegeben. Damit sind ab sofort wieder Anmeldungen für das Schuljahr 2011/2012 möglich!

Nach dem, was jetzt in der Presse bekannt wurde, war für das Gericht nicht nachvollziehbar, dass den Ratsmitgliedern im September 2010 alle Fakten zur Verfügung standen, die zwingend zum Auslaufbeschluss ausgerechnet der Grundschule Istrup hätten führen müssen. Auslauf-Kandidaten waren bekanntlich außer der GS Istrup auch die GS in Reelkirchen und die Paradies-GS in der Kernstadt.

Das ist eine sehr gute Nachricht für die Istruper Bürgerinitiative und eine schwere Schlappe für die Ratsmehrheit von SPD und FDP, die im September 2010 das Auslaufen der Schule beschlossen hatte. Anmeldungen der Grundschulkinder waren für die Istruper, Brüntuper und Wellentruper Eltern danach nicht mehr möglich gewesen.

Die Grünen haben Ende September 2010 auf die nicht nachvollziehbare Entscheidung von SPD und FDP hingewiesen und diese in scharfer Form kritisiert. Durch die aktuelle Entscheidung des Verwaltungsgerichts fühlen wir uns voll und ganz bestätigt.


Nachtrag: Beschluss des Mindener VGs vom 25.02.11 in vollem Wortlaut.

16.02.11

Einer groß aufgemachten Anzeige des Lemgoer Energie- und Umweltzentrums (e|u|z) in der LZ war am Dienstag, 15.02.11 zu entnehmen, dass sich nicht nur Lemgoer, sondern auch Kunden der Blomberger Versorgungsbetriebe (BVB) vom e|u|z kostenlos beraten lassen können. Laut der e|u|z-Website sind die BVB eines ihrer Partnerunternehmen. Zitat: "Gemeinsam mit dem e|u|z Lemgo bieten die BVB ihren Kundinnen und Kunden eine umfassende Energieberatung an."

Schön, wenn das auch mal die BVB-Kunden aus dem Munde ihrer eigenen Stadtwerke erfahren würden: Die BVB-Website verrät nämlich über die Kooperation mit dem Lemgoer e|u|z kein Sterbenswörtchen ... auch einen zusammenfassenden Überblick über den gesamten BVB-Leistungskatalog sucht man dort vergeblich. Stattdessen erfährt man einiges über "Hundeschwimmen" im Freibad und "Die Erstattung der Umsatzsteuerdifferenz bei Wasserhausanschlüssen".

Schade, das ist alles nicht sonderlich professionell – eher provinziell.

10.02.11

Im Januar sind den Bürgerinnen und Bürgern die Abrechnungen der Stadtwerke in die Briefkästen geflattert. So mancher wird sich angesichts dicker Nachzahlungen für Strom und/oder Gas fragen, was gegen die galoppierenden Energiekosten unternommen werden kann.

Bei den Stromkosten haben wir bereits im Dezember 2010 nachgewiesen, dass beim Mitbewerb teils erheblich günstigere Preise zu haben sind. Durch einfachen Wechsel zu einem anderen Versorger lassen sich bis zu 29% bzw. 172€ jährlich einsparen (Stand: Dezember 2010).

Die höchsten Kosten entstehen jedoch im Heizungs- und Warmwasserbereich. Gerade bei älteren Gebäuden bestehen da erhebliche Einsparpotenziale.

Genau passend zum Thema Energiekosten kommen da am Wochenende (12.02-13.02.) die Lippischen Altbau-Sanierungstage in Detmold. Unter Federführung des Detmolder Niedrigenergie-Instituts (NEI) wurde wieder ein attraktives Programm mit Fachvorträgen auf die Beine gestellt. Ca. 40 Aussteller sind mit ihren themenbezogenen Ständen vertreten.

Veranstaltungsort ist die Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Emilienstr. 34. An beiden Tagen (Sa/So) ist die Ausstellung von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei!

Während der ab Montag, dem 14.02. folgenden "Lippischen Altbau-Sanierungswochen" werden noch bis zum 26. Februar Vorträge zum Thema Altbausanierung und Energieeinsparung stattfinden (Programm). Als krönender Höhepunkt ist der Tag des offenen Altbaus am 06.03. gedacht, an dem 5 verschiedene sanierte Gebäude zur Besichtigung freigegeben sind.

04.02.11

Auch in diesem Jahr veranstaltet der Kreis Lippe wieder seine Messe "Erneuerbare Energien". Auf der Messe werden bereits zum fünften Mal seit 2007 Aussteller aus den verschiedensten Branchen ihre Produktpaletten von Photovoltaik bis Erdwärme vorstellen und Innovationen präsentieren. Die Messe geht ursprünglich zurück auf einen Antrag der Grünen Kreistagsfraktion unter der Führung von Werner Loke.

Das Besondere: Hier wird vorwiegend auf regionale Aussteller und Beteiligte gesetzt. So haben viele örtliche Handwerker ihre Teilnahme zugesagt, um auf der Messe die Besucher zu beraten. Weiterhin geben die Berufskollegs und Fachhochschulen einen interessanten Einblick in Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, da mit unserem veränderten Energiebewusstsein auch viele neue Ausbildungsberufe entstanden sind und sich Berufsfelder geändert haben.

Die Messe läuft vom Samstag, 05.02. bis Sonntag, 06.02.11
Veranstaltungsort ist die Lipperlandhalle in Lemgo.
Öffnungszeiten der Ausstellung: 11.00 bis 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei!

Weitere Informationen gibt es im Internet beim Kreis Lippe oder telefonisch bei Anja Szalatnay vom Fachbereich Umwelt des Kreises Lippe unter (05231) 62-6720.

27.01.11

Die Forderung des NRW-Landeswassergesetzes nach der Sanierung öffentlicher Kanäle und privater Hausanschlüsse hält seit Jahren Kommunen und Bürger in Atem. Festgelegt ist sinnvollerweise, dass die Sanierung öffentlicher Kanäle und privater Hausanschlüsse Hand in Hand gehen muss. Die Kommunen müssen daher zu den privaten Sanierungsmaßnahmen auffordern und die Bürger müssen die Überprüfung und Sanierung ihrer Hausanschlüsse finanzieren. Die konkrete Umsetzung allerdings zieht sich schon über etliche Jahre etwas schleppend dahin. Die Kommunen wollen sich nicht unnötig unbeliebt machen und die Bürger hoffen, dass es sie noch nicht zu schnell treffen möge.

Unsicherheitsfaktoren für die Bürger sind also zu einem der Termin ("wann trifft es mich?") und zum anderen der finanzielle Aufwand ("was kostet mich das?"). In so genannten "Fremdwasser"-Problemgebieten und in Wasserschutzgebieten müssen die Maßnahmen bis Oktober 2013 abgeschlossen sein; in den restlichen Gebieten soll der Vollzug des gesamten Programms von 2015 bis 2023 gestreckt werden. Zu erwähnen ist, dass es für private Hausbesitzer auch Entlastungsmöglichkeiten gibt: Unter bestimmten Voraussetzungen sind die Sanierungsaufwendungen mit bis zu 30% der Kosten förderfähig.

Die Abwasserwerke Blomberg (AWB) haben es sich nun verdienstvollerweise zur Aufgabe gemacht, die Bürgerinnen und Bürger über den gesamten Problemkomplex der Dichtheitsprüfung und Sanierung privater Hausanschlüsse auf einer speziellen Tagesveranstaltung zu informieren. Des Weiteren werden etliche Firmen aus der Kanal- und Tiefbaubranche mit eigenen Ständen vertreten sein. Die Veranstaltung findet statt:

  • am Samstag, dem 29.01.11
  • von 10 bis ca. 16 Uhr
  • in der Mehrzweckhalle Istrup

Um auf die Veranstaltung am Samstag aufmerksam zu machen, werden von den AWB am Freitag, 21.01.11 und am Freitag, 28.01.11 ganzseitige Anzeigenseiten in der LZ und "Lippe Aktuell" geschaltet.

Weitere Informationen zum Thema Grundstücksentwässerung und Dichtheitsprüfung entnehmen Sie bitte den offiziellen Seiten des Kreises Lippe.

02.01.11 Same procedure as every year: Ihnen, den Lesern unserer "Blomberger GRÜNEN Seiten", wünschen wir für das Jahr 2011 alles Gute und viel Erfolg bei Ihren privaten und geschäftlichen Unternehmungen!

Die Grünen bieten Ihnen als einzige Partei in Blomberg bereits seit 1997 (!) eine Homepage in der vorliegenden Form. Damit sind wir schon fast seit den Anfangstagen des WWW mit dabei. Im November 2007 konnten wir daher bereits unser 10-jähriges Jubiläum feiern. Inzwischen gehen wir stark auf die 15 Jahre unseres Bestehens zu.

Vergleichen Sie uns ruhig mit den erst ab 2000 erschienenen Konkurrenzprodukten von FBvB, CDU, SPD und FDP. Achten Sie dabei vor allem auf die Aktualität und den Umfang der präsentierten Informationen. Sie werden feststellen: Die "Grünen Seiten" brauchen gegenüber der politischen Konkurrenz keinen Vergleich zu scheuen! Vielleicht stellen Sie dabei auch fest, dass es Blomberger Parteien gibt, die zwar eine "Seite" ins Netz stellen, aber keine Inhalte ... oder jedenfalls kaum Inhalte, die etwas mit lokaler Politik zu tun haben.

Auch in diesem Jahr werden wir Sie über Grüne Politik auf lokaler und überregionaler Ebene auf dem Laufenden halten. Nutzen Sie den Informationsvorsprung und die Dauerhaftigkeit der Informationen, die Sie damit gegenüber anderen Medien als Vorteil haben.

Wir möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen. Schreiben Sie uns Ihre Meinung, Ihre Anregungen und Kommentare unter info@gruene-blomberg.de. Die Email-Adressen unserer Fraktionsmitglieder finden Sie bei den Infos zur Grünen Ratsfraktion.


Beachten Sie ebenfalls den Blog unseres Fraktionsvorsitzenden Hans-Ulrich Arnecke, in dem er zu Blomberger Themen, aber auch zu überregionalen Themen Stellung nimmt.

2010

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