Hans-Ulrich Arnecke
Triftenstr. 22 
32825 Blomberg 
Tel. 99953, Fax 99954 
Mitglied im Rat der Stadt und im Dorfausschuss Reelkirchen

Breites Wasser in Herrentrup 
Gewerbegebiet zwischen Belle und Wöbbel
CDU Blomberg außer Rand und Band
Abschaffung der Schüler-Monatskarte zurückgenommen  
 "Volles Haus" im Grünen Büro

Reelkirchen/Herrentrup, im Juli 2003

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

etwas verspätet erhalten Sie nunmehr meinen Rundbrief für den Monat Juli.

Allen, die demnächst in die Ferien starten, wünsche ich eine gute Reise, die notwendige Erholung und eine gesunde Heimkehr. Wir übrigen genießen unseren Urlaub daheim. Schließlich ist Lippe ja selbst eine Ferienregion.

Bevor ich einige neue Themen ansprechen muss, möchte ich, wie im letzten Monat versprochen, auf zwei Sachverhalte noch einmal eingehen.

Breites Wasser in Herrentrup

Ich hatte Ihnen schon mitgeteilt, dass das Bauamt keine weiteren Ausbaumaßnahmen zum Hochwasserschutz, wie sie das Ingenieurbüro eigentlich vorgeschlagen hatte, durchführen wird. Nach einer Begehung mit Vertretern des Kreises Lippe sei man überein gekommen, das Ökosystem durch den Einsatz von Maschinen nicht nachhaltig zu stören. Die Behörden vertrauen darauf, dass nach den erfolgten Arbeiten im Bereich der Alten Mühle die größten Gefahren gebannt seien.

Es erreichten mich Anrufe mit der Frage nach den Kosten für die dortige Maßnahme. Antwort: 40.000 €. Das Gutachten des Ingenieurbüros kostete übrigens 6.300 €. Viel Geld für eine Arbeit, die nun in den Schubladen verschwindet!

Gewerbegebiet zwischen Belle und Wöbbel

Daran soll/will sich die Stadt Blomberg beteiligen, wie ich Ihnen im Juni berichtete:

710.000 qm Ackerland sollen überplant, oder sagen wir deutlicher, für eine zukünftige Grundwasserbildung versiegelt werden. Unsere Kritik an diesem Wahnsinns-Projekt will ich hier deutlich nennen:

Geplantes Interkommunales Gewerbegebiet  Wöbbel an der B 239(Quelle: Conradi, Braum & Bockhorst, Contextplan Hanke + Partner, Berlin, März 2003)

Die Stadt Blomberg hat gegen die Stimmen der Grünen entschieden, weiterhin einen Fuß in der Tür zu haben und die weiteren Beratungen abzuwarten. Diese Sache wird uns also auch in Zukunft noch des Öfteren beschäftigen!
 

CDU Blomberg außer Rand und Band

„Grüne gefährden Arbeitsplätze“, so titelte die CDU in ihrer jüngsten Partei-/Werbezeitung. Ein Klischee aus den 80er Jahren, als man uns noch für eine Gefahr für die staatliche Ordnung hielt.

Nur schade, dass der Artikel anonym veröffentlicht wurde, so dass ich mich mit dem Schreiber gar nicht auseinander setzen kann. Denn mit „verbeamteter Hobby-Politiker“ war schließlich ich gemeint!

Es ist richtig, dass ich Landesbeamter bin (was ist daran witzig?). Hobby-Politiker? Wenn man schon diesen etwas flapsigen Begriff verwendet, sollte der Schreiber bedenken, dass er auf alle Ratsmitglieder zutrifft. Davon abgesehen werde ich mich zu dieser Herabsetzung hier jetzt nicht weiter äußern. Dazu habe ich auf unserer Internet-Seite und auf der Stellwand unseres Büros in der Burgstraße für jedermann öffentlich Stellung bezogen.

Bleiben wir lieber bei den Fakten:

Auf die weiteren abwegigen Behauptungen kann ich hier aus Platzgründen nicht eingehen. Meine Antwort darauf ist auf unserer Homepage zu finden.

Über Geschmack lässt sich streiten – über guten Stil nicht!

Abschaffung der Schüler-Monatskarte zurückgenommen

Die Abschaffung der Monatskarten und die Einführung des Schülertickets (siehe meinen Rundbrief vom Juni) hatten wir heftig kritisiert.

Manchmal beträgt die Verfallszeit von Ratsentscheidungen nur wenige Jahre. Jetzt waren es nur 8 Wochen: Der Rat der Stadt beschloss die Wiedereinführung der Monatskarte. Damit können alle Schüler in den Ortsteilen die Busse an allen Tagen wieder uneingeschränkt nutzen. Wie kam es zu dem Meinungsumschwung?

Die Betreiber des öffentlichen Personen-Nahverkehrs legten ein Konzept für die Einbindung Blomberger Stadtteile an die Innenstadt in den Fahrplan vor. Als Gegenleistung erwarteten sie die Rücknahme des Schülertickets.

Unser Fazit: Verschlechterung für die Schüler zurückgenommen; Stadtteile wieder durch Busse an das Geschäftszentrum angebunden – so macht Politik für die Bürger Spaß!

„Volles Haus“ im Grünen Büro

Ute Koczy (Mitte hinten) mit ihren DiskussionsgästenAm 14. Juli fand eine Diskussion mit Vertretern der örtlichen Kindergärten, Horte und Grundschulen zum Thema „offene Ganztagsschule“ mit unserer Landtagsabgeordneten Ute Koczy, jugendpolitische Sprecherin der Fraktion, in unserem Büro statt.

Offene Ganztagsschule: Das ist das Vorhaben der Landesregierung, allen Eltern, die dies wollen, eine Betreuung für ihre Kinder bis 15 oder 16 Uhr im Bereich der Grundschule zu bieten. Ein Plan, dem wir Blomberger Grünen skeptisch gegenüberstehen. Diese kritische Haltung äußerten auch die zahlreichen Gäste.

Trotzdem wurde die Erwartung geäußert, dass die Stadt noch im Herbst durch einen „Runden Tisch“ mit den Beteiligten den Bedarf und die Rahmenbedingungen für Blomberg klären soll.