2. Bürgerinformation Reelkirchen

Hans-Ulrich Arnecke
Triftenstr. 22 
32825 Blomberg 
Tel. 99953, Fax 99954 
Mitglied im Rat der Stadt und im Dorfausschuß Reelkirchen

Dorfgemeinschaftsraum
Baugebiet Ehlerts Berg
Radweg Herrentrup-Siebenhöfen
Haushalt der Stadt Blomberg
Krieg in Jugoslawien
Rot/Grüne Bundesregierung 

Reelkirchen, im März 1999

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

vor Ihnen liegt die zweite Bürgerinformation. Die Rückmeldungen bestärken mich in dem Vorhaben, Sie weiterhin mit Informationen aus dem Rat der Stadt für unser Dorf Reelkirchen zu versorgen.

Dorfgemeinschaftsraum Reelkirchen

Am 27. März wurde der Dorfgemeinschaftsraum allen Mitbürgern anläßlich eines "Tages der offenen Tür" vorgestellt.

Im Februar nannte ich Ihnen die nach unten gerundeten Gesamtkosten für diese Maßnahme (ca. 180.000 DM). Herr Ortsvorsteher Richard Kockel bemängelte diese Art der Darstellung, da sie den Eindruck erwecke, dieser Betrag meine die Baukosten.

Gern stelle ich Ihnen nach Rückfrage bei der Stadtverwaltung die oben genannten Gesamtkosten nach Abschluß der Maßnahme jetzt im einzelnen dar:
 

Rückzahlung an das Land NRW
(Der Erwerb des Gebäudes für die Unterbringung von Asylbewerbern wurde seinerzeit mit dieser Summe vom Land NRW bezuschußt. Durch die Umwidmung war dieser Betrag zurückzuzahlen.)

82.564,00

Umbau im Gebäude (Fremdfirmen)

69.587,04

Leistung Baubetriebshof (incl. Material)

82.400,00

Inventar (Stühle, Tische, Einrichtung der Küche, Thekenanlage)

22.170,02

Summe

256.721,06

Radweg Herrentrup - Siebenhöfen (B 1)

Die geplante Radwegverlängerung von Siebenhöfen nach Herrentrup wird nun (vorerst?) nicht gebaut. Nicht, daß die Stadt oder das Land NRW etwa einen Rückzieher gemacht hätten, nein: Einige Grundstückseigentümer verhinderten durch überhöhte Preisvorstellungen den Ankauf der benötigten Flächen. So bleibt dem Radfahrer auch weiterhin nur der Umweg über Feldwege nach Maspe oder die Fahrt entlang der vielbefahrenen Bundesstraße 1. Insbesondere für Kinder und Jugendliche ein lebensgefährliches Unterfangen!

Haushalt der Stadt Blomberg

Noch ist der städtische Haushalt für 1999 nicht verabschiedet. Aufgrund der äußerst angespannten Finanzlage haben alle Fraktionen, wie der Stadtdirektor und der Kämmerer mehrfach betonten, eine besondere Verantwortung. Wie im privaten Haushalt auch zwingt die Situation zur Suche nach Einsparmöglichkeiten. Doch dies allein wird nicht ausreichen. Steuer- oder Gebührenerhöhungen werden notwendig sein.

Zuletzt haben die Fraktionen im Rat in der Hauptausschußsitzung am 17.3. ihre Änderungsvorschläge zum Entwurf der Verwaltung vorgelegt (außer der FDP!). Schon jetzt steht fest, daß wegen der umfangreichen notwendigen Reparaturmaßnahmen das alte Blomberger Freibad vorerst geschlossen bleiben muß (hinzu kamen jüngst Bedenken des Kreis-Gesundheitsamtes).

Im nächsten Rundbrief werde ich Ihnen die dann verabschiedeten Änderungen vorstellen können.

Sehr nachdenklich stimmte mich kürzlich ein Anruf einer älteren Mitbürgerin. Sie äußerte ein gewisses Verständnis für notwendige Steuer- oder Gebührenerhöhungen, forderte aber, gerade die soziale Lage älterer, oft verwitweter Mitbürger zu bedenken und deutliche Opfer auch seitens der Gewerbetreibenden (siehe Gewerbesteuer) zu fordern.

Diese Ansicht teile ich voll und ganz und werde bemüht sein, sie in meiner Fraktion durchzusetzen.

Krieg in Jugoslawien

Aus Sorge um die weitere Entwicklung des Krieges in Jugoslawien haben sich zahlreiche Bürger und Vertreter der Blomberger Kirchengemeinden am vergangenen Montag zu einer Mahnwache "Schweigen für den Frieden" auf dem Blomberger Marktplatz versammelt. Anschließend kamen wir zu einem Friedensgebet in der Klosterkirche zusammen.

Sollte der Krieg - und dies ist zu befürchten - noch nicht beendet sein, treffen wir uns erneut am Dienstag nach Ostern (6.4.) um 17.30 Uhr auf dem Marktplatz.

Rot/grüne Bundesregierung

Die Blomberger Grünen beschlossen auf ihrer Mitgliederversammlung am 15.3. folgenden Brief an den Bundesvorstand der Partei (Auszüge):

Liebe Antje, liebe Gunda,

nicht erst seit dem spektakulären Abgang Oskar Lafontaines sind wir sprachlos angesichts der Taten resp. Untätigkeit der grünen Regierungsvertreter und der Fraktion.

Alle Bemühungen, grüne Themen auf den Weg zu bringen, sind gescheitert:

Alle unsere Vorhaben mußten letztlich fallen aufgrund der massiven Intervention des Wirtschafts-Fetischisten Schröder. Arbeitgeberverbände, BDI, Banken und Energieversorger bestimmen über ihr Sprachrohr Schröder die Politik. Auf der Strecke bleiben die Arbeitnehmer, die sozial Schwachen und die Natur als Lebensraum von uns allen.

...

Wir müssen uns wieder auf unsere Wurzeln besinnen, auf die vielen Menschen, die in Friedens- und Umweltinitiativen bis an ihre eigenen und die durch den Rechtsstaat vorgegebenen Grenzen gegangen sind.

...

Mit grünen Grüßen